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In Kooperation mit mrp hotels lud die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft am 13. April 2021 zu einer Super Tuesday Online Edition zum Thema "Der Tourismus nach COVID 19" mit einer hochkarätigen Expertenrunde: 

• SC Mag. Ulrike Rauch-Keschmann, Leitung Sektion V - Tourismus und Regionalpolitik BMLRT

• Mag. Matthias Winkler, Geschäftsführer Hotel Sacher

• Dr. Ludwig Richard, geschäftsführender Gesellschafter Dr. Richard Gruppe

• Michael Gigl, Manager US Büro Österreich Werbung

• Mag. Lukas Crepaz, kfm. Leiter der Salzburger Festspiele

• Moderation: Martin Schaffer, MRICS, Partner mrp hotels 

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die gesamte Branche sind enorm. Das Schlimmste neben den wirtschaftlichen Folgen sei die Unsicherheit meinte Dr. Richard und plädiert dafür, dass auch MitarbeiterInnen in der Tourismusbranche vorrangig geimpft werden sollten.

Matthias Winkler sieht die Krise auch als Chance. Viele Entwicklungen wären dadurch beschleunigt worden. Positiv sieht er, dass es noch nie so viel Interesse am Tourismus gegeben hätte wie jetzt. Auch noch nie so viel Austausch zwischen Tourismus, Politik und Wirtschaft. Der Bundesregierung stellt er mit Blick auf andere Länder ein überaus positives Zeugnis aus und hebt vor allem die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen hervor. Als unabdingbar sieht er die Einführung des grünen Passes, Ausbau der Digitalisierung sowie Flexibilität.

Dies betont auch Ulrike Rauch-Keschmann. Sie sieht den Tourismus als Gesamtkunstwerk und stellt fest, dass gerade in dieser Branche die Kreativität und Innovationskraft herausragend wäre.

Michael Gigl berichtet, dass die USA durch eine sehr hohe Impfrate bereits auf einem sehr guten Weg sind, der hoffentlich bald auch in Europa schlagend wird. DIE USA denken auch bereits darüber nach, die Restriktionen für Reisende aus der EU im Mai zu lockern.

Angesprochen auf die Situation im Kulturbereich stellt Lukas Crepaz fest, dass aufgrund des sehr erfolgreichen Salzburger Präventionskonzepts, welches die Durchführung der Salzburger Festspiele im Sommer 2020 ohne einen einzigen Corona-Fall ermöglicht hat, auch große Hoffnung besteht, bald wieder kulturelle Veranstaltungen durchführen zu können. Er meint: „Wir sind bereit. Wir wollen öffnen.“

Auf die Frage, welche Veränderungen im Tourismus zu erwarten wären, sind sich die Diskutanten einig: Die Menschen wollen reisen und werden reisen. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Regionalität wird sich schärfen, das Bedürfnis nach Sicherheit und klaren Regeln wird steigen. Auch kann es sein, dass sich die Mobilität und die Verkehrswege, nicht zuletzt durch CO2-Besteuerungen, ändert. Ulrike Rauch-Keschmann betont auch die Wichtigkeit des Impfens und sieht dies als absoluten Game-Changer.

Matthias Winkler fasst es abschließend in klare Worte: Wenn alle Bereiche zusammenstehen, sich nicht in kleinlichen Diskussionen verlieren, sondern das große Ganze sehen, dann wird Österreich noch stärker aus dieser Krise hervorgehen, als es zuvor bereits war.

Hier gibt es den Beitrag zum Nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=MgK__u4SLn8

 

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